Zur Navigation | Zum Inhalt
"FREIRAUM ist mein Leben" - ein Trainer berichtet
Mittwoch, den 16. März 2011 um 12:46 Uhr

stefan_pankl

Stefan Pankl ist seit über 7 Jahren Outdoortrainer, Spielpädagoge, SoKo (Soziale Kompetenz Trainer für Begrüßungswochen), YouCE (Young City Expert für Wienwochen) und Betreuer bei FREIRAUM. Er hat Gesang studiert, ist außerdem Musicaldarsteller, Acapella-Bandmitglied und arbeitet nebenbei auch noch freiwillig für das Rote Kreuz Mödling. Wie es zu seiner Laufbahn bei FREIRAUM kam, warum es ihn nach so vielen Jahren noch immer bei uns hält und was man so Alles auf Projektwochen und Feriencamps erlebt und lernt, erzählt er in einem kurzen Bericht.

stefan_pankl_2„Liebe/-r Freiraum-Mitarbeiter/-in!“ – mit diesen Worten begann die E-Mail, die im Februar 2003 auf meinem Computer erschien und mein Leben verändern sollte. Nun, nicht auf die melodramatische Art und Weise, wie manche Ereignisse Einfluss auf den weiteren Lebensweg nehmen, und auch nicht so unmittelbar und plötzlich wie es der Gebrauch dieser Redewendung normalerweise vermuten lässt, aber doch: Mein Leben wäre definitiv anders verlaufen, hätte ich damals nach insgesamt sechs Wochen und vier absolvierten Vorstellungsprozeduren nicht diese drei Worte als Eröffnung meiner ersten E-Mail von Freiraum lesen dürfen. Und somit auch als Eröffnung einer Zeit des ewigen Kind-Sein-Dürfens, voller Abenteuer und Herausforderungen - Spannung, Spiel und Schokolade sozusagen, um den Werbeslogan eines Produkts zu zitieren, dessen Herstellername nicht unbedingt repräsentativ für den Altersdurchschnitt seiner Kunden ist.

Auf einmal war das, was eigentlich als Nebenjob zu meinem Studium gedacht und somit per Definition hauptsächlich zur Beschaffung von Geld vorgesehen war, dadurch geprägt, dass ich – nunja, um ehrlich zu sein – auf Wiesen und in Wäldern spielen durfte - oh, falsch, das muss natürlich heißen „musste“, es ist ja ein Job... ;-) – am Abend beim Lagerfeuer saß und meine Freizeit mit anregenden Gesprächen und Diskussionen mit den unfassbar interessanten und liebenswürdigen Menschen verbrachte, die ab diesem Zeitpunkt meine ArbeitskollegInnen waren. Und das ganze auch noch in Gegenden Österreichs, die wegen zu perfekter Schönheit als Postkartenmotive abgelehnt würden.

Trotz dieser wirklich widrigen Umstände (hmm, warum funktioniert geschriebener Sarkasmus bloß nie so wirklich?) sind es mittlerweile acht Jahre die ich als Teil von Freiraum verbracht habe – acht sehr prägende Jahre voll von bereichernden Erlebnissen und unvergesslichen Momenten. Doch neben all den Erfahrungen, die ich in diesen Jahren machen durfte – sei es im Rahmen verschiedener Ausbildungen, allen voran des Outdoor- und Erlebnispädagogik-Lehrgangs der an (Selbst-)Erkenntnissen wohl kaum zu übertreffen ist, oder auch bei all den unterschiedlichen Projekten die ich leiten durfte – und neben all den wunderbaren Menschen, die ich hier bislang kennengelernt habe – sowohl unter den Kolleginnen und Kollegen, die mittlerweile einen großen Teil meines Freundeskreises ausmachen, als auch unter den Kids und Jugendlichen – ist es vor allem eine Sache, die ich an Freiraum besonders schätze: der Respekt, der hier jedem Menschen – egal, wie alt oder jung, ob LehrerInnen, BetreuerInnen oder Kids – entgegengebracht wird. Freiraum ist ein Unternehmen, das – wie jedes andere auch – auf dem freien Markt bestehen und somit auch Geld verdienen muss – bloß dass einem dies hier nicht auffällt.